Projekte
HARDMUT II: Hardware und Multimediatechnik zur Entwicklung eines mobilen Jüdischen Museums
Ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Seit 2007 begibt sich das Jüdische Museum Berlin regelmäßig auf den Weg durch das Bundesgebiet, um Schülerinnen und Schülern im Alter von 10 bis 19 Jahren deutsch-jüdische Geschichte zu vermitteln. Das Kooperationsprojekt soll an das erfolgreiche museumspädagogische Outreach-Programm »On.tour – Das JMB macht Schule« – anknüpfen. In einem interdisziplinären Team arbeiten Informatiker, Multimediadesigner, Ausstellungsdesigner, Judaisten und Kulturmanager an der Konzeption und Entwicklung von Programmelementen und Modulen für ein Museumsprogramm außerhalb des Museums. Ziel ist es, den Zugang zur Themenvielfalt des Jüdischen Museums Berlin für viele zu ermöglichen und den Jugendlichen durch aktive Teilhabe und thematische Einbeziehung Raum für Begegnungen und Austausch zu geben.
Das Projekt hat am 1. November 2008 begonnen und endet am 31. August 2012.
POSEIDON: Positions- und kontextsensitive Informationssysteme für Museen zur Demonstration des Potentials der RFID-Technik
Ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der Humboldt Universität zu Berlin, Acousticguide Berlin und Bitmanufaktur Berlin;
gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Im Rahmen des Kooperationsprojekts werden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten der RFID-Technik in Museen erforscht und produziert. Die ursprünglich im Bereich der Logistik eingesetzte RFID-Technologie, eine Abkürzung für »Radio Frequency Identification«, überträgt begrenzte Datenmengen per Funk in einem Nahbereich von bis zu 30 Metern. Sie ermöglicht neue Formen der Interaktion zwischen den Besuchern und den Exponaten der Ausstellung sowie eine Vernetzung von Objekten, medialen Anwendungen und dem Internet. So arbeitet das Projektteam an der Entwicklung eines Guides-Geräts, das seinen Nutzer nicht nur durch die Ausstellung »führt«, sondern interaktiv mit den Medienstationen vor Ort kommuniziert, das darüberhinaus den Besucher informieren kann, welche Exponate sich in seiner Umgebung befinden, und das schlieβlich den Museumsbesuch seines Nutzers auf einer personalisierten Website nachbereitet. In dem interdisziplinären Poseidon-Team arbeiten JudaistInnen, HistorikerInnen, DesignerInnen und InformatikerInnen gemeinsam an der Konzeption, dem Test und der Umsetzung dieser Anwendungsszenarien.
Das Projekt hat am 1. Januar 2009 begonnen und endet im August 2012.
Vielfalt in Schulen
Das Projekt Vielfalt in Schulen will innovative und übertragbare Lösungsansätze und
Methoden für die schulische Bildungsarbeit entwickeln, damit eine offene, wertschätzende und gemeinschaftlich orientierte Schulkultur entsteht.
Gemeinsam mit drei Berliner Sekundarschulen werden in dem dreijährigen Projekt Module für die kulturelle Bildung und historisch-politische Fortbildung von Lehrern entwickelt, die sich an den Fragen und dem Praxisbedarf der Lehrerschaft orientieren und mit denen zeitgemäße Inhalte und Ansätze in den Schulalltag integriert werden. Inhaltlich werden sich die Module mit der kulturellen Bildung, der Wissensvermittlung über Geschichte und Migration und dem Umgang mit stereotypen Darstellungen in Schulbüchern befassen. Zudem werden die interkulturellen und die Diversitäts-Kompetenzen der Lehrer in der Weiterbildung gestärkt und ihre Medienkompetenz ausgebaut. Parallel dazu werden die Leitung und das Lehrerkollegium in einem Schulentwicklungsprozess fortlaufend beraten und bei der interkulturellen Öffnung der Schule unterstützt. Das Projekt findet in Abstimmung mit der Bildungsbehörde statt, mit dem Ziel, die Erfahrungen und Ergebnisse für weitere Schulen nutzbar zu machen.
Vielfalt in Schulen ist ein Projekt des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gefördert durch die Stiftung Mercator.
Das Projekt hat im Februar 2012 begonnen und endet im Januar 2015.




